Solide Zustimmung: die Pestizid-Initiative hat das Vertrauen der Schweiz

Medienmitteilung

Die 1. Welle der SRG-Abstimmungsumfragen zeichnet ein klares Bild. Die Schweizerinnen und Schweizer würden aktuell mehrheitlich ein JA zur Pestizid-Initiative in die Urne legen. Ein Verbot von gesundheitsschädlichen synthetischen Pestiziden ist in der Bevölkerung sehr populär – mit 55% Zustimmung scheint es, als ob die Schweiz die Gefahren, welche von der Verwendung synthetischer Pestiziden ausgehen, erkannt hat. Die Leute haben genug von leeren Versprechen und möchten, dass die Gesundheit sowie die Umwelt konsequent geschützt wird – zusammen mit der Landwirtschaft, für die Wirtschaft.

Die 1. Welle der SRG-Abstimmungsumfragen zeichnet ein klares Bild. Die Schweizerinnen und Schweizer würden aktuell mehrheitlich ein JA zur Pestizid-Initiative in die Urne legen. Ein Verbot von gesundheitsschädlichen synthetischen Pestiziden ist in der Bevölkerung sehr populär – mit 55% Zustimmung scheint es, als ob die Schweiz die Gefahren, welche von der Verwendung synthetischer Pestiziden ausgehen, erkannt hat. Die Leute haben genug von leeren Versprechen und möchten, dass die Gesundheit sowie die Umwelt konsequent geschützt wird – zusammen mit der Landwirtschaft, für die Wirtschaft.

Die heute veröffentlichten Umfrageergebnisse des GFS Bern bestätigen den vor kurzem in der Tamedia-Umfrage angezeigten Trend in Richtung einer Annahme der Initiative Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. “Die Ergebnisse zeigen uns, dass unsere Initiative in der gesamten Bevölkerung auf hohe Zustimmung stösst.” meint Komiteemitglied Dominik Waser; “Wir sind guter Dinge, dass wir diese Initiative gewinnen können, denn das Gesundheits-Argument findet überdurchschnittlich hohe Akzeptanz.”

Weiter zeigt die Umfrage, dass sich auch immer mehr jüngere Menschen mit der Initiative anfreunden können, wobei die höchste Zustimmung noch immer in der obersten Altersklasse zu finden ist. Die Kluft zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung, die auf die Propaganda der Gegner*innen zurückzuführen ist, bleibt gross. Durch eine verstärkte Sichtbarkeit der JA-Kampagne von den bäuerlichen Organisationen BioSuisse, Demeter, Landwirtschaft mit Zukunft und der Kleinbauern-Vereinigung, kann dieser Rückstand in den ländlichen Gebieten aufgeholt werden.

Eine Frage der öffentlichen Gesundheit

«Keine Schweizerin und kein Schweizer kann mehr behaupten, dass die Auswirkungen von synthetischen Pestiziden auf unsere Gesundheit zu vernachlässigen sind. Die kürzlich veröffentlichten Resultate einer Studie der Uni Genf zeigen klar auf, dass synthetische Gifte unsere Fruchtbarkeit erheblich beeinträchtigen. Dies bestätigt auch die Klinikdirektorin der Reproduktions-Endoktorinologie des Unispitals Zürich Frau Brigitte Leeners in einem gestern erschienenen Interview(1)” erklärt Antoinette Gilson, Biologin und Mitinitiantin der Pestizid-Initiative.

Bis zu zwei Drittel der jungen Schweizer Männer haben aktuell unterdurchschnittliche Spermienqualität und dies hängt unter anderem mit der täglichen Exponierung von synthetischen Pestiziden zusammen. Insbesondere hormonell wirksame chemische Stoffe haben eine negative Auswirkung auf die körperlichen Entwicklungsprozesse. Sie führen neben eingeschränkter Fortpflanzungsfähigkeit auch zu Krankheitsbilder wie hormonabhängige Krebsarten (zB. Brust- und Prostatakrebs), Parkinson, geschädigter Gehirnentwicklung oder Entwicklungsstörungen bei Kindern.

Die Initiative “Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide”

Synthetische Pestizide gelangen jeden Tag in unsere Luft, in unser Wasser und so auf unsere Teller. Um die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung zu schützen, braucht es klare, konsequente Regeln und einen verbindlichen Ausstiegsplan. Die 10 Jahre, welche im Initiativtext als Übergangsfrist vorgesehen sind, reichen aus, um die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Schweiz in spätestens einem Jahrzehnt das erste pestizidfreie Land der Welt sein kann.

Mit der Pestizid-Initiative sollen nur noch Lebensmittel, die ohne synthetische Pestizide produziert worden sind, auf unserem Teller landen – ob aus inländischer Produktion oder aus dem Ausland importiert. So bekommt jede*r die Möglichkeit, sich gesund zu ernähren. Damit schützen wir unsere Gesundheit, unsere Umwelt, und unser Trinkwasser nachhaltig und unsere Bäuer*innen erhalten einen gerechten Lohn für die Produktion gesunder Lebensmittel.

Link zur GFS-Studie

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