Die Kampagne nimmt Fahrt auf!

Jetzt geht los! Heute, 30.03.2021 startete mit einer nationalen Medienkonferenz die Kampagne „Leben Statt Gift“ für die Abstimmung zur Pestizid-Initiative am 13. Juni. Klein haben wir begonnen, gemeinsam sind wir gewachsen und alle miteinander werden wir gewinnen!

Medienmitteilung

Als eine Gruppe von Freund*innen in Neuchâtel 2016 damit anfing, Unterschriften für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide zu sammeln, war die Aufregung gross. Fünf Jahre später hat es diese Handvoll Bürger*innen geschafft, eine Vorlage mit Sprengkraft über alle Hürden zu bringen. Am 13. Juni stimmt die Schweiz über die Pestizid-Initiative ab.

Während die Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» beim Volk viel Sympathie geniesst und mehrere bäuerliche Verbände wie BioSuisse und die Kleinbauern-Vereinigung die JA-Parole beschlossen haben, werden die Vertreter der konventionellen Agrarwirtschaft nicht müde, die Pestizid-Initiative zu verunglimpfen. Doch was will diese Bürgerinitiative und warum braucht es sie überhaupt?

Über 1 Million Schweizer*innen trinken täglich pestizidbelastetes Wasser.

Synthetische Pestizide befinden sind in unserem Essen, unserem Wasser und werden über die Luft transportiert. Wir nehmen sie dauernd in unserem Körper auf. Sie sind da, um zu bleiben, denn sind die Pestizide einmal ins Grundwasser gelangt, kann es Jahrzehnte dauern, bis sie aus dem sich langsam erneuernden Wasser wieder verschwunden sind. Ist der Boden mit synthetischen Pestiziden belastet, kontaminieren diese Gifte nicht nur die Kulturen, die darauf wachsen, sondern schädigen die Fruchtbarkeit langfristig.

Niemand ist vor gesundheitlichen Folgen geschützt – auch nicht wer bio isst. 

Die Pestizid-Initiative will, dass gesundes Essen wieder als Grundrecht respektiert wird. Um dies zu erreichen und allen Menschen eine gesunde Zukunft zu garantieren, muss die tägliche Belastung durch synthetische Pestizide über das Wasser, die Luft und die Nahrung ein Ende haben. Unsere Initiative zielt darauf ab, synthetische Pestizide zu verbieten, da diese im menschlichen Körper grossen Schäden anrichten und dies schon in unvorstellbar kleinen Mengen. Hormonell wirkende Gifte (zB. ), können den ungeborenen Körper in seiner Entwicklung gefährden, zu verschiedenen Entwicklungsdefiziten im Kleinkindalter führen sowie diverse Arten von Krebs auslösen.

Eine Initiative für die Gesundheit und die Landwirtschaft

Die Pestizid-Initiative geht das Gift-Problem konsequent an und schafft damit faire Bedingungen. Es gelten die gleichen Regeln für alle, die heute synthetische Pestizide anwenden, also Privatpersonen, die öffentliche Hand, Unternehmen und die Landwirtschaft. Auch der Import von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten, ist explizit verboten. Damit bekommen unseren Bäuer*innen gleich lange Spiesse und können nachhaltig arbeiten, ohne um ihre Existenz bangen zu müssen. Billige und gesundheitsgefährdende Lebensmittelimporte werden in Zukunft verhindert und die Marke “swissness” gestärkt.

In 10 Jahren zur Pionierin in Sachen ökologische und gesunde Landwirtschaft

Knapp 8’000 Bio-Bäuer*innen sowie über 1000 Bio-Verarbeitungsbetriebe beweisen jeden Tag, dass eine Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide möglich ist. Sie produziert hohe Qualität, gesunde und gute Lebensmittel. Dies wird auch in Zukunft möglich sein, denn alle Hilfsmittel (biologischer Pflanzenschutz) werden auch weiterhin erlaubt bleiben. So wird bei Annahme der Initiative lediglich der Mindeststandard für Lebensmittel auf ein gesundheitlich unbedenkliches Niveau erhöht – das Angebot bleibt dasselbe. Die Initiative schafft somit allen Menschen Zugang zu gesundem Essen.

Am 13. Juni 2021 hat die Schweizer Stimmberechtigten die Chance, mit einem JA zur Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide, die Gesundheit in den Vordergrund zu stellen.

Rede

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